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Pressemitteilung: „Masterplan nördliches Bahnhofsviertel“: Zukunft der Station „Hauptbahnhof“ in Planungen beachten und an moderne Anforderungen anpassen
von Jens Pielawa (Kommentare: 0)
„Masterplan nördliches Bahnhofsviertel“: Zukunft der Station „Hauptbahnhof“ in Planungen beachten und an moderne Anforderungen anpassen
Aktuell werden in der Öffentlichkeit und in den Gremien der Landeshauptstadt die neu vorgestellten Planungen „Masterplan nördliches Bahnhofsviertel“ diskutiert und beschlossen. Der geplante Umbau des Raschplatzes und seiner Umgebung wird detailliert vorgelegt, ein wichtiger Punkt ist dabei die Anhebung des Raschplatzes auf die Null-Ebene. Dies lässt jedoch einige Fragen offen und betrifft insbesondere die Zukunft der Stadtbahnstation „Hauptbahnhof”.
Im „Städtebaulichen Entwurf Vorzugsvarainte Vertiefungsbereich“ wird ein Neu- bzw. Umbau des Gebäudes „RP5“ angedacht und planerisch dargestellt. Textlich nur marginal erwähnt (und nur mit einer einzelnen Abgangstreppe dargestellt) werden dabei jedoch die nördlichen Abgänge zu den beiden Bahnsteigen der U-Bahn-Station „Hauptbahnhof”. Bei einer Deckelung des Platzes muss überlegt werden, wie die heutige Verteilerebene verbessert werden kann, ohne dass finstere, verwinkelte und enge Unorte verbleiben oder entstehen. Denkbar wäre auch eine direkte Durchbindung der Treppenanlagen von der –2-Ebene zur Straßenebene. Dieser Bereich erfordert also auch in Zukunft detaillierte Aufmerksamkeit.
Hingegen heißt es in den textlichen Erklärungen (z. B. aktuell in der Drucksache 0727/2025 der LHH):
„Die vorliegenden Planungen für den Aufzug von der 0-Ebene in die -2-Ebene der Stadtbahnhaltestelle sind zwingend zu beachten (Südöstliche Ecke Gebäude RP5).”
Mit den Beschlussdrucksachen 2219/2007 und 1994/2008 der LHH wurde dieser Aufzugsstandort bereits verworfen (2008 stets einstimmig). Der Stadtbezirksrat Mitte, der Bauausschuss sowie die Ratsversammlung haben dabei beschlossen, andere zuvor exakt durchgeplante Aufzugsstandorte zu verwirklichen, die unproblematisch für die sogenannte „Geisterstation” der geplanten D-Linie sind. Die Region ignoriert mit ihrer Planung diese vorliegenden Beschlüsse, verschweigt sie in aktuellen Drucksachen und kehrt ohne neuerliche Absegnung seitens Bauausschuss oder Rat zum bereits verworfenen Standort zurück. Zurzeit liegt der Fall deswegen bei der Kommunalaufsicht, die klären soll, warum sich die Region dem Abstimmungsverhalten der LHH von 2007 und 2008 widersetzt. Solange noch keine abschließende politische und fachliche Bewertung seitens der Kommunalaufsicht vorliegt, sind derartige Aspekte zum Aufzugsstandort fraglich und dürften sich als nicht bindend darstellen.
Besonders die noch nicht ausgebaute sogenannte „Geisterstation” und ihre geplanten Zugänge zum Hauptbahnhof dürfen nicht verbaut werden. Die Deckelung des Platzes erfordert neue Überlegungen für einen möglichen Direktzugang zur D-Station. Aktuell verstellt das Rossmann-Geschäft in der –1-Ebene den wichtigsten Zugang zur D-Linie. Zudem überlagern die 2025 neu geplanten Gebäude „RP5“ und „Hauptbahnhof Nord“ als Ersatz für das heutige Parkhaus teilweise die zuletzt 1992 durchgeplante Trasse des D-Tunnels. Aufmerksamkeit bedarf es auch eines Tunnel-Zielschachts, der neben dem ZOB-Gebäude mittig auf der Lister Meile vor dem „Posttunnel“ etabliert werden muss. Zusätzlich wird dieser Bau-Raum durch die neuen Gleise 15/16 eingeengt.
Sollte also der D-Tunnel in naher Zukunft benötigt werden, sind schon heute die vorliegenden Planungen zur D-Linie in den „Masterplan nördliches Bahnhofsviertel“ zu beachten, mit einzubeziehen und an moderne Anforderungen anzupassen. Dies gebietet die Zukunft eines leistungsfähigen ausgebauten ÖPNVs in Hannover.
Kontaktadresse:
Initiative Pro D-Tunnel e. V. · Jens Pielawa · Reichhelmstraße 20 · 30519 Hannover · jp@pielawa.de
Herausgegeben am 3. April 2025 • V.i.S.d.P.: Jens Pielawa