Leserbrief HAZ 25.04.2015

25.04.2015 · Kommentare 0

Zu dem Artikel „Umweltzone hilft der Luft kaum“ vom 15. April:

Vorrangschaltung ist übertrieben

Die rot-grüne Ratsfraktion und die Stadtverwaltung hoffen, durch Tempobegrenzungen die angestrebte Schadstoffbelastung der Luft und damit endlich die von der EU geforderte Luftverbesserung in Hannover zu erreichen. Es wäre sicherlich sinnvoller, wenn diese selbst ernannten Umweltexperten von SPD und Grünen ihr gesamtes Verkehrskonzept auf Tauglichkeit und ihre so oft geforderte Nachhaltigkeit hin überprüften, denn viele von Rot-Grün eingeleiteten verkehrstechnischen Maßnahmen sind absolut kontraproduktiv. Die völlig übertrieben verwendete Vorrangschaltung für Bahnen und Busse, der Rückbau der Busbuchten und die Verengung von Straßen verursachen täglich viele Staus in unserer Stadt. Dieses häufig lange Warten an ampelgesteuerten Kreuzungen mit Vorrangschaltung für die Üstra und die langen Schlangen ausgebremster Autos hinter haltenden Bussen tragen erheblich zu einem unnötig hohen Ausstoß von Abgasen bei, der die Luft der Stadt nachhaltig belastet. Volkswirtschaftlich gesehen, ist dabei noch nicht einmal die ökonomische Verschwendung von Treibstoffen berücksichtigt.
Wie wenig nachhaltig immer wieder verkehrssteuernde Maßnahmen von Rot- Grün in Hannover sind, kann man an dem Bau und dem nach wenigen Jahren erfolgten Rückbau der Busspur am Friedrichswall erkennen. In wenigen Jahren werden wir ähnliche Probleme mit der D-Linie erleben. Beide Parteien, die immer wieder den großen Wert von Bürgerbeteiligungen betonen, sollten endlich mal die Bürger befragen, was sinnvoll und praktikabel wäre. Viel Schaden könnte den Bürgern dieser Stadt dadurch erspart bleiben.

Hannover, Klaus G. Klockewitz

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