Ich habe gelesen, der D-Tunnel würde sehr tief unter der Erde liegen. Führt das nicht zu ungemütlichen Kellerstationen mit langen Fußwegen an die Oberfläche bzw. zu anderen Bahnsteigen?

An Hannovers größter und auch tiefster U-Bahn-Station Kröpcke steigen täglich zehntausende Fahrgäste ohne Unbehagen in die Linien 4, 5, 6 und 11, deren Bahnsteige in der so genannten –4-Ebene liegen. Die Stationen Lister Platz und Aegidientorplatz haben ähnliche Tiefenlagen, doch auch hier macht sich kein Fahrgast Gedanken über einen möglichen langen Weg zur Bahn.

Die neuen D-Bahnsteige an Steintor und Hauptbahnhof lägen nicht so tief, da der Stationsaufbau einfacher ist und eine große Zwischenebene wie am Kröpcke entfällt. Statt langer Fußwege – eventuell durch Regen und Kälte – genügt mit dem D-Tunnel eine kurze Rolltreppe zum Umsteigen. Auch die Oberfläche wird von den neuen Bahnsteigen genauso bequem per Rolltreppe und Aufzug erreichbar sein, wie sie es von allen hannoverschen U-Stationen gewohnt sind. Helle, barrierefreie und kurze Zuwegungen sind dabei geplant – das Unwort »Keller« mit möglichen kriminellen Bedrohungen in den Stationen sind dumme Argumente, die nur Angst schüren sollen.

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