Ist ein neuer Tunnel für nur »eineinhalb« Linien nicht herausgeschmissenes Geld?

Kritiker der Tunnellösung sprechen in der Tat davon, dass es sich für »eineinhalb« Linien nicht lohnen würde, soviel Geld zu investieren. Damit sind die heutigen Linien 10 und 17 gemeint. Allerdings würden mit dem heutigen Takt pro Stunde und Richtung genauso viele Bahnen, nämlich 12, durch den D-Tunnel fahren, wie es zwischen zum Beispiel Hauptbahnhof und Vahrenwalder Platz, bzw. Steintor und Strangriede der Fall ist.

Der Blick dabei ist aber sehr kurzsichtig, denn es werden weitere Linienäste im Westen Hannovers geplant, die alle nicht mehr in den A-Tunnel (Waterloo) oder im Schneckentempo durch die Innenstadt geschickt werden können. Zuerst ist der Ast nach Hemmingen zu nennen, der als Volllinie die 17 ersetzen würde. Auch geplanten Linien nach Ahlem-Nord (Wasserstadt) und Davenstedt sind geeignet, am Goetheplatz in den aufnahmefähigen D-Tunnel geführt zu werden. Sind irgendwann diese drei neuen Äste vorhanden, droht einer oberirdischen Strecke der Infarkt – der A-Tunnel könnte nur noch eine Linie aufnehmen.

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